Die Altenpflege braucht klare Regeln und darf nicht dem Markt überlassen werden. Wir unterstützen die Forderung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, so Michael Groß, Sprecher der AWO-Parlamentariergruppe im Bundestag.

Kanzlerkandidat Olaf Scholz will Pflegekräfte in der Altenpflege nach Tarif bezahlen. Mit Blick auf die Pflegeversicherung betont Scholz: “Wer das nicht macht, der kann auch nicht abrechnen, so muss die Regel sein, die wir ganz präzise durchsetzen wollen.”

Michael Groß fordert darüber hinaus, der Ökonomisierung in der Pflege und der Sozialen Arbeit einen Riegel vorzuschieben. Wir müssen in die Menschen investieren, die Pflege brauchen und leisten. Die Gelder der Pflegeversicherung, aus den Eigenbeiträgen und der öffentlichen Hand dürfen nicht in Private Equity Fonds von internationalen Finanzheuschrecken oder fragwürdigen Pensionsfonds landen.

Senioreneinrichtungen sind zu Lasten der Pflegekräfte ein lukrativer Markt geworden. Viel Geld ist unterwegs und Investoren kaufen einfach alles, um finanzielle Erlöse zu erzielen und den Markt zu beherrschen. Das ist eine totale Fehlentwicklung, die wir nicht akzeptieren dürfen. Bevor die Eigenanteile der zu Pflegenden weiter steigen, das Personal überlastet und die Qualität der Pflege zugunsten des Profits sinkt, muss diese Entwicklung sofort gestoppt werden.

Gemeinwesen- und Quartiersarbeit spielen für private Anbieter oft keine Rolle. Wir brauchen mehr Gemeinnützigkeit: sowohl im Handeln wie auch im Umgang mit Erlösen!