Seit dem 1. Januar 2021 gilt eine neue Verdienstuntergrenze für Lehrkräfte von Integrations- und Berufssprachkursen. Pro Unterrichtseinheit müssen seit Jahresbeginn mindestens 41 Euro bezahlt werden. Michael Groß ist als Haushaltspolitiker für den Etat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zuständig und hat sich lange dafür eingesetzt, dass insbesondere die Lehrkräfte für berufsbezogene Deutschsprachkurse eine bessere Entlohnung erhalten. In vielen Gesprächen im Wahlkreis und im gesamten Ruhrgebiet wurde ihm immer wieder geschildert, dass die Entlohnung nicht mit dem eigentlichen Arbeitsaufwand einhergehe und es schwer sei, ausreichend Lehrkräfte zu finden. “Mit der jetzt umgesetzten Erhöhung schaffen wir mehr Planungssicherheit für die Träger und eine fairere Bezahlung der Lehrkräfte. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Integration in den Arbeitsmarkt. Wir sind auf Zuwanderung in vielen Branchen angewiesen. Sprache ist hier der Schlüssel. Daher ist es von größter Bedeutung, dass Sprachkurse ausreichend angeboten und erfolgreich abgeschlossen werden können”, erläutert Michael Groß, MdB.

Das Bundesministerium für Finanzen hat in einem aktuellen Bericht festgestellt, dass die Verdienstuntergrenze von 41 Euro pro Unterrichtseinheit sehr gut umgesetzt wird. 99,4 Prozent der zugelassenen Träger für Berufssprachkurse halten diese Grenze seit Jahresbeginn ein. Michael Groß: “Das ist ein großer Erfolg für die Lehrkräfte und ein wichtiger Schritt für die Anerkennung ihrer Leistung und die Stärkung des Werts von Arbeit in der Gesellschaft.”

Die Erhöhung der Verdienstuntergrenze wird im Vergleich zum Jahr 2011 am deutlichsten. Vor 10 Jahren wurden die Lehrkräfte mit 15 Euro pro Unterrichtseinheit entlohnt. Mit der seit Jahresbeginn geltenden Untergrenze konnte eine Verdienststeigerung von 365 Prozent realisiert werden. Das ist ein wichtiges Signal für die Wertschätzung der Arbeit der Lehrkräfte.