Deutschlandweit sorgen sich Krankenhausträger um die Sicherstellung der Finanzierung der Kliniken. „Auch aus meinem Wahlkreis haben mich einige Anschreiben dazu erreicht. Heute konnte ich in verschiedenen digitalen Gesprächen mit Geschäftsführer Andreas Hauke und der medizinischen Leitung Dr. Andreas Weigand der KKRN mit Krankenhäusern in Marl, Herten, Dorsten und Haltern am See sowie Wolfgang Müller, Landesvorsitzenden des Verbandes der Krankenhausdirektoren und Geschäftsführer der Kliniken in Datteln und Waltrop, die schwierige Lage der Häuser erläutern“, so Michael Groß MdB in einer ersten Stellungnahme.

In dieser Woche hat der im Frühjahr 2020 auf Bundesebene ins Leben gerufene Krankenhausbeirat bestehend aus Expert*innen von Krankenhausträgern und Krankenkassen Empfehlungen für den weiteren Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie beschlossen. Diese Empfehlungen waren Gegenstand meiner heutigen Gespräche.

Die Fortführung der Ausgleichszahlungen für Corona-bedingte freigehaltene Betten wird begrüßt. Der Wegfall strenger Kriterien wie Inzidenz und Anzahl der Intensivbetten hilft insbesondere kleineren Krankenhäusern wie z. B. dem St. Vincenz-Krankenhaus in Datteln oder den vier Häusern im Bereich der KKRN in Marl, Herten, Dorsten und Haltern am See.

Um die Zukunft der Krankenhäuser zu sichern, ist ein Erlösausgleich auf Basis der Zahlen 2019 im Vergleich zu 2021 vorgesehen. Die Auszahlung soll zu Beginn des Jahres 2022 erfolgen. Ebenso soll die Liquidität weiterhin durch die verkürzte Zahlungsfrist auf 5 Tage bis zum Jahresende verlängert werden, um so eine gewisse Stabilität zu erhalten.

Die Vertreter der Krankenhäuser betrachten augenblicklich mit Sorge, dass viele Patient*innen den Weg zum Arzt auf Grund ihrer Angst vor Ansteckung scheuen, was zur Folge hat, dass viele Menschen mit erheblich schwereren Krankheitsverläufen erst in die Klinik kommen. Die gesundheitlichen Folgen sind hier noch nicht abzusehen. Deshalb raten die Expert*innen dazu, auch weiterhin u.a. Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen bzw. bei Beschwerden eine Ärzt*in zu konsultieren.

„Für den Austausch bin ich den Herren Hauke, Müller und Dr. Weigand heute sehr dankbar. Wir müssen alles dafür tun, die medizinische Versorgung in unseren Städten langfristig zu sichern. Gerade die Pandemie zeigt uns doch, dass medizinische Versorgung Daseinsvorsorge ist, und wir auch in Zukunft ein enges Krankenhaus-Netz brauchen, um den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit zu geben“, erklärt der hiesige Bundestagsabgeordnete Michael Groß.