“Die Corona-Pandemie stellt auch für die örtliche Landwirtschaft eine große Heraufforderung dar. Deshalb bin ich erleichtert, dass mir der Vorsitzende Friedrich Steinmann als auch Geschäftsführer Wolfgang König vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Recklinghausen versichert haben, dass die Betriebe bisher die Situation wirtschaftlich aber auch hinsichtlich der u.a. neuen hygienischen Anforderungen meistern”, erklärt Michael Groß, MdB.

Steinmann und König beschrieben in dem gut 90-minütigen Gespräch die Notwendigkeit von Saisonarbeitskräften in den Sonderkulturbetrieben wie Spargel- und Erdbeerhöfen. Hier hatte die beschränkte Einreiseerlaubnis im April dazu geführt, dass man mit dem Gesamtertragsergebnis am Ende zufrieden sei. Besonders lobten die Vertreter die nahezu einmalige Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung, bei den Ernten zu helfen. Da die Unterkunftssituation für ausländische Saisonkräfte verbessert werden müsse, fordern die landwirtschaftlichen Interessenvertretungen Änderungen am Bundesbaugesetz. Die landwirtschaftlichen Betriebe befänden sich in der Regel im Außenbereich, in dem, wenn überhaupt, nur privilegierte Bauvorhaben genehmigungsfähig seien, müsse der Gesetzgeber schnell eine Regelung schaffen, die Erweiterungen der Wohnunterkünfte zulasse.

Natürlich durften im Gespräch die Themen Viehzucht und Schlachtbetriebe angesichts der aktuellen Zustände nicht fehlen. Michael Groß untermauerte seine Position einer dem Tierwohl ausgerichteten Viehzucht. Grundsätzlich halte er Werkverträge, wie sie in der Fleischindustrie angewandt werden, für einen arbeitspolitischen Skandal. Die Abschaffung der Werkverträge sei längst überfällig. Die Arbeitsbedingungen in den Betrieben seien ebenso wie die Wohnunterkünfte erheblich zu verbessern. Hier gelte es in regelmäßigen unangekündigten Kontrollen die hygienischen, räumlichen, arbeitsrechtlichen Bedingungen zu prüfen und Verstöße scharf zu ahnden.

Abschließend vereinbarten Michael Groß und Friedrich Steinmann sowie Wolfgang König, dass Groß die Möglichkeit erhalte, einige landwirtschaftliche Betriebe in seinem Wahlkreis zu besuchen.
„Ich freue mich auf die Gelegenheit, weitere Einblicke in die Arbeit der Landwirte zu bekommen. In der Vergangenheit habe ich schon einen Erdbeerhof in Datteln und einen Milchbetrieb in Haltern am See kennenlernen dürfen. Die Landwirte erzeugen unsere Lebensmittel und nicht nur aus ökologischen Gründen ist die regionale Produktion sinnvoll“, erklärt Michael Groß.