Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der real-Filiale in Herten,

die schlimmsten Befürchtungen werden leider wahr: Sie, zusammen mit Hunderten real-Beschäftigten in und außerhalb von NRW, verlieren noch in diesem Jahr Ihren teils langjährigen Arbeitsplatz. Als zuständiger Bundestagsabgeordneter möchte ich Ihnen und euch meine Solidarität bekunden.

Ich erinnere Gespräche mit Ihrer Mitbestimmung. Auf dieser Grundlage habe ich mich gemeinsam mit meinen Kollegen aus der NRW-Landesgruppe bereits im vergangenen Jahr beim Vorstand der Metro AG für einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern und den Erhalt der Märkte eingesetzt. Leider ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Sichere Arbeitsplätze und Mitbestimmung sind im Interesse des Gemeinwohls. Zu kritisieren ist, dass es zu dieser politischen Verantwortung keinen Konsens zwischen den Parteien gibt und auch bei den Unternehmen dazu kein sozialmarktwirtschaftliches Grundverständnis besteht. Ich kritisiere dies aufs Schärfste, konnte aber auch als Bundestagsabgeordneter keinen Einfluss gewinnen.

Seit vielen Monaten leben Sie unter Druck. In Angst und Sorge um ihren Arbeitsplatz, nachdem Sie in den Jahren zuvor bereits teils massive finanzielle Einbußen hinnehmen mussten. Vor fast zwei Jahren wurden Sie aufgeschreckt von der Meldung, dass die real-Märkte verkauft werden sollen. Und kaum ist der Verkauf über die Bühne gegangen, wird die Schließung verkündet. Ein unsäglicher Umgang mit Ihnen und euch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ich bedaure sehr, dass die Entscheidung, real in Herten zu schließen, offenbar endgültig ist. Gleichzeitig bin ich bei Ihnen und wünsche den Betriebsräten erfolgreiche Verhandlungen über einen Sozialplan.

Mit einem herzlichen Glückauf Ihr Michael Groß, MdB