Der Vorsitzende der AWO-Parlamentariergruppe der SPD-Bundestagsfraktion Michael Groß begrüßt die gemeinsame Erklärung des Ratschlags Kinderarmut: “Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Dass jedes fünfte Kind und jeder fünfte Jugendliche in Deutschland arm ist, empfinde ich empörend. Diesen Kindern und Jugendlichen fehlt oft der Zugang zur Teilhabe am ganz normalen Leben. Ihnen werden so soziale, kulturelle und gesundheitliche Chancen von klein auf an genommen.”

“Die SPD konnte in den zurückliegenden Jahren viel für diese Kinder tun. Die Statistik zeigt uns aber, das Armutsniveau sinkt seit Jahren nicht, sondern bleibt konstant. Mit anderen Worten, wir müssen mehr machen. Meine Partei hat deshalb vorgeschlagen, eine Kindergrundsicherung einzuführen, die elternunabhängig dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche armutsfest finanziell ausgestattet werden. Damit schaffen wir Chancengleichheit von Beginn an und ermöglichen für alle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ich plädiere sehr dafür, dass wir die vom Bund mitfinanzierten Kinder- und Jugendprojekte rausholen aus der Projektfinanzierung. Chancengerechtigkeit ist eine Daueraufgabe und muss deshalb auch auf Dauer finanziert werden.”

Der Ratschlag Kinderarmut, eine Plattform zahlreicher Organisationen im Rahmen der Nationalen Armutskonferenz, hat eine gemeinsame Erklärung aufgesetzt, mit welcher sie auf die Situation armer und von Armut bedrohter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien aufmerksam machen wollen und politische Forderungen erheben. Diese Erklärung wird mitgetragen von insgesamt 59 Verbänden, Gewerkschaften, Selbsthilfeorganisationen und Einzelpersonen – darunter auch die Arbeiterwohlfahrt.

Hier die Erklärung „Ein gutes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen muss in unserer Gesellschaft Priorität haben!“