Presseinformation des Jobcenters Recklinghausen und der Bundesagentur für Arbeit

Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, und der Bundestagsabgeordnete Michael Groß überzeugen sich im Kreis Recklinghausen von der Wirkung der neuen Förderung für Langzeitarbeitslose

Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren und für langzeitarbeitslose Menschen neue Perspektiven schaffen: Das sind die Ziele des im Januar in Kraft getretenen Teilhabechancengesetzes.

In NRW gelingt das besonders gut, so zum Beispiel im Kreis Recklinghausen. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Michael Groß informierten sich heute darüber Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA), und Torsten Withake, Geschäftsführer Arbeitsmarktmanagement der Regionaldirektion NRW der BA. Gemeinsam mit Dominik Schad, Leiter des Jobcenters Kreis Recklinghausen, besuchten sie das Gestüt Grasekamp in Datteln, wo erfolgreich ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz geschaffen werden konnte.

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA)

„In ganz Deutschland haben mittlerweile rund 30.000 Menschen eine geförderte Beschäftigung mit den Instrumenten des Teilhabechancengesetzes aufgenommen. Das ist nach einem halben Jahr ein beachtlicher Erfolg und zeigt, dass das Gesetz ein Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik ist. Viele dieser Menschen hatten zuvor trotz Förderung und Qualifizierung keine Chance am ersten Arbeitsmarkt. Hier in Recklinghausen sehen wir besonders gut, wie wichtig es ist, wenn alle relevanten Akteure und Partner am Arbeitsmarkt zusammenarbeiten. Ob kommunales Jobcenter oder gemeinsame Einrichtung mit der Bundesagentur für Arbeit: Was zählt, ist das gemeinsame Bemühen um Menschen, die es besonders schwer am Arbeitsmarkt haben.“

Michael Groß, Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet

„Ich habe mich im Bundestag dafür eingesetzt, den vielen Langzeitarbeitslosen aus der Region mit geförderter Beschäftigung eine langfristige Perspektive in den Kommunen, bei den Wohlfahrtsverbänden und Unternehmen zu geben. Selbstbestimmt, vom eigenen Geld leben zu können, steigert die Lebensqualität. Als Mitglied im Haushaltsausschuss, zuständig für Arbeit und Soziales, konnte ich die Bezahlung nach Tariflohn statt nach Mindestlohn durchsetzen. Jetzt arbeite ich daran, dieses Instrument zu verstetigen, solange es den Bedarf dafür gibt.“

Dominik Schad, Leiter des Jobcenters Kreis Recklinghausen

„Der Soziale Arbeitsmarkt ist für die Menschen im Kreis Recklinghausen und in der Region von großer Bedeutung. Wir haben schon 2013 den „Vestischen Appell“ der Kirchen und des DGB unterstützt, der einen Sozialen Arbeitsmarkt fordert, um der hohen, verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis Recklinghausen zu begegnen. Es war gut zu sehen, dass dieser Appell gesellschaftlich und politisch breit unterstützt worden ist. Umso wichtiger ist es, dass uns das neue Gesetz jetzt ein solides Fundament gibt, auf dem die Unterstützung der Menschen im Kreis Recklinghausen tatkräftig gelebt und der Soziale Arbeitsmarkt erfolgreich aufgebaut werden kann. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg ist für uns die enge Zusammenarbeit mit den zehn kreisangehörigen Städten und dem Kreis, mit der starken Präsenz und Vernetzung des Jobcenters vor Ort.“

Torsten Withake, Geschäftsführer Arbeitsmarktmanagement der BA in NRW

„Für uns in Nordrhein-Westfalen ist es ein besonderer Erfolg, dass in der kurzen Zeit seit Jahresbeginn 8.700 Arbeitsplätze mit den Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes neu geschaffen werden konnten. Denn für viele Menschen ist es endlich die Chance, auf die sie lange gehofft haben, einen neuen Weg einzuschlagen um erfolgreich beruflich neu zu starten. Es ist aber auch die Bestätigung vieler gute Erfahrungen, die wir in NRW schon mit wirksamen Ansätzen gemacht haben, die wir in den vergangenen Jahren als Modelle, Projekte oder zeitliche befristete Programme gemeinsam mit unseren Partnern am Arbeitsmarkt, der Landesregierung, den Gewerkschaften, den Arbeitgeberverbänden und den lokalen Akteuren, darunter auch vielen kommunalen Jobcenter, realisieren konnten. Für uns in NRW ist es daher nur folgerichtig, dass auf der Grundlage der positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre auch sehr viele private Arbeitgeber die neue Möglichkeit nutzen, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen.“

Jobcenter Kreis Recklinghausen, Informationstermin 20190916, Gestüt Grasekamp, Datteln. Vorne, von links: Dominik Schad (Leiter Jobcenter Kreis Recklinghausen), MdB Michael Groß, Detlef Scheele (Vorstandsvorsitzender Bundesagentur für Arbeit), Torsten Withake (Geschäftführer BA, Regionaldirektion NRW), Dieter Grasekamp, Inhaber des Gestüts Grasekamp.

Auf dem Gestüt Grasekamp im Redder Bruch züchtet Dieter Grasekamp, Unternehmer aus Recklinghausen, seit 2010 erfolgreich Reitpferde für den Dressursport. Seit April beschäftigt er einen durch das Jobcenter vermittelten und geförderten Mitarbeiter, der Stallungen, Reithalle und -platz sowie die Außenanlagen in Schuss hält. Die Arbeit auf dem Gestüt und der monatliche