Der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Zierke im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Michael Groß MdB in Marl und Oer Erkenschwick zu Gast.

Michael Groß: „Ich bin sehr dankbar über den Besuch des PST Stefan Zierke, weil es für uns alle, eben auch die Bundesregierung wichtig ist, sich mit den vor Ort Aktiven auszutauschen. Gibt es Stolpersteine? Immer wieder hören wir z. B. von Arbeitsüberlastungen, zu hohen Fallzahlen und Beschwerden über ausufernde Dokumentationspflichten in der Sozialen Arbeit. Stefan Zierke versprach, die Anregungen zur Verbesserung der Hilfesysteme aus den Ortsterminen im Ministerium zu vertreten.

In Oer Erkenschwick besuchten Michael Groß und sein Berliner Gast die seniorengerechten Wohnungen im Schillerpark sowie das noch in Bau befindliche Wohnprojekt der Bethel-Stiftung auf dem ehemaligen Zechengelände. Das Wohnheim wird 26 Menschen mit Beeinträchtigungen Platz bieten, um diesen selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Gleichzeitig wird mit dem Wohnkonzept der besondere Unterstützungsbedarf der BewohnerInnen durch Therapie- und Beschäftigungsmöglichkeiten berücksichtigt.

In Marl diskutierten PST Zierke und der hiesige Bundestagsabgeordnete im neu bezogenen Stadtteilbüro Brassert über die Notwendigkeit sozialraumorientierter Beratung mit Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe, Jugendamtsleiter Volker Mittmann sowie den MitarbeiterInnen des Jugendamtes und des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD). Gerade die sozialraumorientierte Beratung fordert hohes Engagement der MitarbeiterInnen und gute Kenntnisse im Ortsteil. Sie sind gut im Quartier vernetzt und leisten dadurch auch starke präventive Arbeit im Sozialraum.

„Die präventive Arbeit braucht mehr Anerkennung und weniger Hürden, sie sollte ein „Muss“ in unserer Gesellschaft werden. Das Beispiel Marl zeigt, dass dort wo sozialraumorientierte Arbeit stattfindet, die Sozialkosten weniger stark ansteigen als dort wo nicht präventiv gearbeitet wird. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz muss diesen positiven Ansatz in künftigen Reformschritten berücksichtigen“, erklärt Michael Groß MdB zum Abschluss des Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Stefan Zierke.