„Lärm mindert die Lebensqualität erheblich. Allen Prognosen zu Folge wird das Verkehrsaufkommen weiter zunehmen. Umso wichtiger war es mir, die Petition zum Lärmschutz in Marl-Hamm, die Marie-Theres Nienzilla vor inzwischen fast vier Jahren eingereicht hat, zum Abschluss zu bringen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß. „Das Ergebnis ist für mein Anliegen nur ein Teilerfolg“, kommentiert Marie-Theres Nienzilla. „Einerseits freue ich mich auf den Lärmschutz, auch wenn er erst in drei Jahren kommt, andererseits bedeutet diese Lösung auch, dass es keinen durchgehenden Schutz entlang der Autobahn geben wird, was ich sehr bedauere.“

Im von Michael Groß initiierten Gesprächstermin mit Dieter Reppenhorst, Heike Gerlach und Manfred Klein (Straßen.NRW), Oliver Faber (DB), der Petentin Nienzilla und Bürgermeister Werner Arndt wurden die drei möglichen Schutzmaßnahmen vorgestellt und besprochen. Grundlage für jegliche Aktion ist das Überschreiten von Grenzwerten. Nach vorliegenden Daten trifft dies zwar in weiten Bereichen für den Straßenlärm, aber nicht für den Schienenlärm zu. Die effektivste Variante, weil sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich, ist im betroffenen Bereich der Bau einer Lärmschutzwand direkt an der Autobahn A52. „Zunächst hat mich dieser Lösungsvorschlag sehr irritiert, aber die Fachleute von Straßen.NRW haben plausibel erläutert, dass hiermit die größte Entlastung für die Anwohner erzielt wird.“, erklärt Michael Groß. Spätestens 2022 soll der Bau der 800 Meter langen Schutzwand in Fahrtrichtung Haltern beginnen. Auf der Gegenseite wird im Anschluss daran die bisherige Wand durch eine höhere ersetzt. Dennoch verbleibt eine Lücke zwischen dem Abschnitt, der aktuell Flüsterasphalt erhält und dem Punkt, wo die Lärmschutzwand beginnen soll. Marie Theres Nienzilla bleibt kritisch: „Ich hatte gehofft, dass eine sehr hohe Lärmschutzwand von der Auf- Abfahrt Marl-Hamm bis hinter der Siedlung “Am Vogelherd” durchgehend gebaut wird und zwar auf beiden Seiten der Autobahn. Einen wichtigen Hinweis habe ich von Herrn Klein von Straßen.NRW erhalten: Anlieger außerhalb der Lärmschutzwand können Schallschutzfenster für Schlaf- und Kinderzimmer, die zur Autobahn ausgerichtet sind, bei straßen.nrw beantragen.“ Auch Bürgermeister Werner Arndt war zum Ortstermin erschienen und bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesonderen Marie Theres Nienzilla und dem Bundestagsabgeordneten Michael Groß für das Engagement. Michael Groß dankte zum Abschluss allen Beteiligten, insbesondere Straßen.NRW, die alle im Rahmen der Vorgaben möglichen Alternativen intensiv geprüft haben: „Jetzt ist der Bund am Zug. Ich werde mich in Berlin weiterhin dafür einsetzen, dass Lösungen zum Wohle der Menschen gesucht und auch umgesetzt werden können. Dazu müssen Grenzwerte für Lärm entsprechend der WHO-Empfehlung weiter abgesenkt, aber auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden und Ebenen verbessert werden.“

Infos für Beantragung Schallschutzfenster gibt es hier: kontakt.anl.ham@strassen.nrw.de oder manfred.klein@strassen.nrw.de