„Die Zustände an den Schleusen und Wehranlagen im Ruhrgebiet sind katastrophal. Davon konnte ich mich bei verschiedenen Ortsterminen selbst überzeugen“, berichtet der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß. Zusammen mit 16 weiteren direkt gewählten SPD-Abgeordneten aus dem Ruhrgebiet hat er sich erfolgreich für eine deutliche Verbesserung der Personalsituation in den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen (WSV) eingesetzt.

Zum aktuellen Sachstand hat sich Michael Groß als Mitglied des Haushaltsausschusses mit konkreten Fragen an das zuständige Bundesministerium gewandt. Aus der nun eingetroffenen Antwort geht hervor, wie weit die Umsetzung fortgeschritten ist:

Mit dem Haushalt 2018 wurden für die WSV insgesamt 55,5 zusätzliche Stellen bewilligt: Von 10 Stellen für die Instandsetzung systemkritischer Bauwerke entfallen drei auf das Ruhrgebiet, die bereits besetzt sind, sowie auch sechs weitere, intern bewilligte. Zwei von insgesamt 15 Ingenieurstellen im Ruhrgebiet sind besetzt bzw. derzeit noch ausgeschrieben.

Weitere 161 zusätzliche Plan-/Stellen wurden mit dem Haushalt 2019 bewilligt: Die acht für das Ruhrgebiet vorgesehenen von 38 Stellen für die Instandsetzung systemkritischer Bauwerke befinden sich in der Ausschreibung. Zudem werden 12 neue MitarbeiterInnen für den Bereich „Infrastrukturmaßnahmen am Rhein“ mit Dienststelle im Wasserschifffahrtsamt Duisburg gesucht. „Für unsere Region ist in erster Linie die Durchgängigkeit des Wesel-Datteln-Kanals und des Rhein-Herne-Kanals prioritär“, erklärt Michael Groß. „Neben dem nicht zu vernachlässigenden Sicherheitsaspekt ist für viele Unternehmen, wie beispielsweise für den Chemiepark Marl, ein reibungsloser Schiffsverkehr überlebenswichtig.“