„Grundsätzlich zu begrüßen sind die aktuellen Pläne, den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr im Ruhrgebiet umzustellen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß. „Leider kann Marl nicht von den Änderungen profitieren. Weder generell in Ost-West- noch von Marl-Mitte in Nord-Süd-Richtung besteht eine gute Anbindung. Zu lange Fahrzeiten, zu häufiges Umsteigen, schlechte Fahrplantakte. Zwar wird der RRX künftig am Bahnhof Sinsen zum Greifen nahe sein, aber für uns Marler bleibt er ohne Umstieg unerreichbar.“

Die bestehende Taktung, beispielsweise auch die der S9, muss unbedingt beschleunigt werden, damit Berufspendler, Schüler und Studenten in angemessenen Zeiträumen zu ihren Arbeitsstätten und wieder zurück gelangen können. Städte wie Dortmund und Bochum sind, verglichen mit der Entfernung, nur mit Geduld und großem Zeitaufwand zu erreichen. So ist ein Wechsel von der Straße auf die Schiene nicht attraktiv.

Der Bund stellt den Ländern immer mehr Geld zur Verfügung. Auch im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes sollen dauerhaft mehr Mittel abrufbar werden“, so Michael Groß. „Auch die DB ist natürlich in der Pflicht. Ich erwarte, dass sich der Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte in Sachen Pflege und Sauberkeit, aber auch in Hinsicht der Barrierefreiheit und des baulichen Zustandes deutlich verbessern werden. Die Verbindungen müssen beschleunigt, Direktverbindungen in die Oberzentren müssen die Regel und die Takte verkürzt werden. Kurz gesagt, ich erwarte mehr Qualität.“