Stellungnahme zum Artikel der Marler Zeitung „Staatssekretär zu Besuch“ vom 15.11.2018

So ändern sich Aussagen und Ansichten zur Ortsumgehung Alt-Marl. Dabei beziehe ich mich auf den Artikel der Marler Zeitung „Staatssekretär zu Besuch“ vom 15.11.2018. Darin wird berichtet, dass Oliver Wittke als Vertreter des Bundes Lokalpolitikern und anwesenden Anwohnern die „komplizierte Gemengelage“ erklärte.

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass sich die Marler CDU und der frühere NRW-Verkehrsminister mit Verweis auf eine „Kosten-Nutzung-Rechnung“ aus Berlin völlig anders äußerten. Laut Wittke, hieß es damals, wären die Nutzen mindestens sechs Mal so hoch. Und: „Bei so einem Kosten-Nutzen-Verhältnis wird der Bund keinen Augenblick zögern.“ (MZ „Ex-Verkehrsminister macht Marler CDU Hoffnungen“ vom 6.4.2016). Damals zeigte er sich überzeugt, dass es sich um ein „kleines, überschaubares“ Projekt ohne „sensible Bereiche und Herausforderungen“ handele. Neuerdings kündigt er an, sich beim zuständigen Landesbetrieb nach dem Sachstand erkundigen zu wollen. Diese 180°-Wende irritiert mich außerordentlich.

Bereits im Mai 2016 habe ich mich Bürgern aus Alt-Marl bei einer öffentlichen Versammlung, zu der ich eingeladen hatte, intensiv ausgetauscht. Sie haben dringend darum gebeten, dass es nicht zu einer Verlagerung der Verkehrs- und damit auch Lärmbelastung kommen darf. Aber genau dies würde durch die ursprünglich angedachte kurze Variante der Ortsumgehung passieren. Daher kommt nur eine große Lösung in Frage.

Ich würde mir wünschen, dass Herr Wittke und ich gemeinsam für eine fest installierte Mautsäule zur Überprüfung der nun auch auf Bundesstraßen fälligen Mautgebühren oder, als Alternative, für mobile Einheiten zur kontinuierlichen Überwachung eintreten.“