Den Mutigen gehört die Zukunft“, so Martin Schulz im Gespräch mit Schülerinnen und Schüler des Hans-Böcklers-Berufskollegs, Europaschule, in Marl. Europa ist zu bürokratisch und muss demokratischer werden, doch wenn der Kontinent im Welthandel sich behaupten will, muss es eine gemeinsame Strategie und gemeinsames Handeln geben.

Zunächst wurde der heutige Bundestagsabgeordnete und ehemalige Präsident des Europaparlamentes von Schulleiter Wolfgang Großer und der Europa-Koordinatorin des HBBK, Carola Köhn, sowie Michael Groß MdB, auf dessen Einladung Schulz gekommen war, begrüßt.

Im Berufskolleg werden die Schülerinnen und Schüler auf ein Leben in Europa vorbereitet, in dem sie ein vielfältiges Angebot an europäischen Aktivitäten erhalten. Im Mittelpunkt steht die fächerübergreifende Vermittlung von Wissen über Europa und europäische Zusammenhänge. Europa-Projekte und -Lernsituationen werden in allen Bildungsgängen durchgeführt.

Das starke Europa-Interesse lobte Martin Schulz, der die fachkundigen Fragen der jungen Erwachsenen ausführlich beantwortete. Neben den wichtigen wirtschaftlichen Elementen wurde die Bedeutung der Gemeinschaft in Europa für den Frieden von allen Seiten betont, insbesondere da sich in diesen Wochen zum 100. Mal das Ende des 1. Weltkrieges jährt. „Mit „Wir zuerst“ verspielen manche Politiker eure Zukunftschancen“, so Schulz. Das Motto möge zwar kurzfristig Zorn und Wut kanalisieren, aber am Ende, wenn alle einzeln und jeder gegen jeden kämpfe, alle gegeneinander, werden wir alle zu Verlierern.

Michael Groß lud die SchülerInnen ein, sich weiter einzubringen und mitzumischen, denn sie können so aktiv die Gesellschaft gestalten, für Toleranz und Respekt werben.

Zum Schluss des Gesprächs in angenehmer Atmosphäre lobten Martin Schulz und Michael Groß das Engagement der SchülerInnen und des Kollegiums für ein gutes Miteinander in Europa.