Mit einem Brief haben sich die 17 SPD-Bundestagsabgeordneten an die Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie an den Vorstand der Deutschen Bahn gewandt, um zu klären, welche Auswirkungen der neue Deutschlandtakt für das Ruhrgebiet bedeutet.

Dem Gutachten zum neuen Deutschlandtakt ist an mehreren Stellen zu entnehmen, dass die Verbindung Köln-Berlin bzw. Düsseldorf-Berlin anders bedient werden soll als bisher. Status quo ist der Stundentakt sowohl über die Linie Köln-Wuppertal-Hagen-Hamm, als auch über Düsseldorf-Duisburg-Essen-Bochum-Dortmund-Hamm. Die Flügelzüge treffen sich in Hamm, werden gekoppelt und fahren in Doppeltraktion weiter nach Berlin. Die neue Variante sieht laut Gutachten so aus, dass nicht mehr geflügelt wird, sondern beide Züge über Dortmund fahren. Das hätte für den Personenverkehr in Ruhrgebiet massive Auswirkungen.

Im Ruhrgebiet leben über fünf Millionen Menschen. Die Züge des Nah- und Fernverkehrs sind mehr als ausgelastet – das gilt insbesondere auch für den ICE 10 nach Berlin. Durch den Deutschlandtakt erwarten wir eine Verbesserung, keine Verschlechterung der Anbindungssituation des Ruhrgebietes. Es wäre inakzeptabel, führte der Deutschlandtakt zu einer Verschlechterung des Angebotes für die Einwohnerinnen und Einwohner zahlreicher Großstädte im Ruhrgebiet, ebenso wie für die darüber auch angebundenen Regionen des Niederrheins, des Bergischen und Märkischen Landes sowie Südwestfalens. Der Stundentakt vom Ruhrgebiet nach Berlin muss unbedingt erhalten werden.

Bei Schreiben sind hier öffentlich zugänglich.

Brief RuhrMdB zu Deutschlandtakt_Pofalla Brief RuhrMdB zu Deutschlandtakt_Scheuer

Brief RuhrMdB zu Deutschlandtakt_Pofalla