„Dauerhafter Lärm bedeutet Stress“, weiß der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß. „Aufenthalte im Freien oder Schlafen bei offenem Fenster sind in den betroffenen Wohngebieten praktisch nicht mehr möglich. Darum setze ich mich immer wieder für Lärmschutz in meinem Wahlkreis ein.“ Entlang neuer Verkehrsverbindungen werden lärmmindernde Maßnahmen von Anfang an eingeplant. Doch auch für bereits bestehende Strecken gibt es Möglichkeiten wie beispielsweise das Sonderprogramm zur Minderung der Verkehrsbelastung an ausgewählten Schienenstrecken des Bundes.

„Beurteilen, wie groß die Belastung entlang Straße und Schiene wirklich ist, kann man nur dort, wo der Lärm entsteht“, so der Abgeordnete. „Aus diesem Grund habe ich das Eisenbahnbundesamt, die Deutsche Bahn und den Landesbetrieb Straßenbau NRW zu einem Ortstermin eingeladen.“ Vorgesehen sind Besuche in Haltern-Sythen, Herten, Marl-Hamm und Sinsen. Zusagen des Konzernbevollmächtigten der DB in NRW, Werner Lübberink, und von Straßen.NRW liegen bereits vor.

Schon vor über einem Jahr hat sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zusammen mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums, des Landesbetriebes Straßenbau NRW, der Bundesanstalt für Straßenwesen und der DB-Netz AG, zu einem Ortstermin in Marl-Hamm getroffen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass dort, wo Straße und Schiene parallel zueinander verlaufen, dringend Maßnahmen zum Lärmschutz durchgeführt werden müssen. „Doch bis heute ist die Situation leider unverändert“, kritisiert Michael Groß. „Darüber bin ich sehr verärgert. Auch von den Bürgern erhalte ich die Rückmeldung, dass alles viel zu lange dauert.“

Der Verkehr auf der Autobahn 52 hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Bereits in der Region angesiedelte und noch kommende Logistikbetriebe werden das Verkehrsaufkommen weiter steigern. „Damit es nun endlich vorangeht und der Beschluss des Petitionsausschusses umgesetzt wird, habe ich mich zudem schriftlich an das Bundesverkehrsministerium gewandt.“

Schienen- und Straßenlärm stresst.

Davon, wie laut ein vorbeifahrender Zug ist, überzeugte sich der Petitionsausschuss des Bundestages vor Ort in Marl-Hamm im vergangenen Jahr.