Auf schriftliche Nachfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Groß teilt das Bundesverkehrsministerium mit, dass die Straßenbauverwaltung NRW entlang der A52 im Abschnitt Marl-Hamm eine lärmtechnische Untersuchung durchgeführt hat. Demnach soll eine gemeinsame Maßnahme mit der Deutschen Bahn AG zum Lärmschutz der Anwohnerschaft unter Berücksichtigung der parallel zur A 52 verlaufenden Bahnstrecke realisiert werden. In Gesprächen zwischen Straßen NRW und der DB AG sollen nun weitere Maßnahmen für geeignete Lärmschutzmaßnahmen abgestimmt werden.

Michael Groß freut sich über die Einschätzung von Straßen NRW. Sie bestätigt, was die Anwohner schon seit langem erleiden. „Es war ein langer Weg der Überzeugung, den ich gerne im Sinne der Petentin, Frau Nienzilla, unterstützt habe. Das steigende Verkehrsaufkommen auf der A 52 und auf der parallel laufenden Schienenstrecke Haltern-Essen macht ein normales Leben der Anwohner nahezu unmöglich. Deswegen kann die Antwort nur sein, eine Lärmschutzwand zu errichten.

Bedauerlich findet Michael Groß, dass Straßen NRW die Auswertung der lärmtechnischen Untersuchung nicht veröffentlicht. Klar ist, dass nicht gemessen, sondern am Schreibtisch gerechnet wird. Zur Feststellung eines belastbaren Mittelwertes wird der Lärm anhand von mathematischen Formeln bestimmt. „Es ist davon auszugehen, dass der Lärm vor Ort also noch viel größer ausfällt“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Groß widerspricht auch der Einschätzung von Straßen NRW, die Ansiedlung von Metro würde kein erhöhtes Verkehrsaufkommen verursachen. Michael Groß dazu: „Jeder weiß, wenn ein neues Logistikzentrum mit 1.000 Arbeitsplätzen entsteht, dass dies massiven neuen Lärm mit sich bringen wird. Mathematische Formeln hin oder her, der Lärm auf der Straße ist da!“

Michael Groß unterstützt das Anliegen der Anwohner*innen von Anfang an und hatte erreicht, dass der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages im Februar 2017 einen Vor-Ort-Termin in Marl wahrgenommen hat. Das Petitionsverfahren wird mit der Konstituierung des Petitionsausschusses in der neuen Legislatur in Kürze zum Abschluss gebracht. Michael Groß ist zuversichtlich, dass auch der Petitionsausschuss noch einmal bekräftigen wird, dass Straßen NRW und die Deutsche Bahn AG aktive Lärmschutzmaßnahmen umsetzen müssen und Geschwindigkeitsbegrenzungen  und -kontrollen entlang des betroffenen Streckenabschnitts der A 52 verstärkt zum Einsatz kommen.

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