„Wir verbessern mit dem neuen Unterhaltsvorschussgesetz ein Stück weit den Alltag von Alleinerziehenden. Alleinerziehende erhalten  endlich mehr Unterstützung“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß.

Alleinerziehende, die ohne Unterhaltszahlungen vom anderen Elternteil auskommen müssen, erhalten in Zukunft für ihre minderjährigen Kinder bis zum 18. Lebensjahr Unterhaltsvorschuss. Der Deutsche Bundestag hat am 1. Juni 2017 die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende beschlossen. Die die bisherige Altersgrenze von zwölf Jahren und die Höchstbezugsdauer von sechs Jahren entfällt. Schon ab Juli dieses Jahres profitieren Alleinerziehende von der Verbesserung.

„Die Forderung der SPD-Bundestagsfraktion und der Bundesfamilienministerin Schwesig, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18 Lebensjahr zu gewähren, ist endlich umgesetzt. Die bisherige Befristung auf 6 Jahre insgesamt und höchstens bis zum 12 Lebensjahr wird weder Kindern noch dem alleinerziehenden Elterteil und deren starker Mehrbelastung im Alltag gerecht. Die finanzielle Belastung endet nicht mit dem 12. Lebensjahr oder nach 72 Monaten – im Gegenteil – mit zunehmendem Alter der Kinder steigen die Kosten.

Es ist für die Alleinerziehenden egal, ob Unterhaltsverpflichtete nicht zahlen können oder nicht zahlen wollen. Wenn kein Geld vom Ex-Partner kommt, fehlt ihnen das Geld im Portemonnaie. Oft geraten sie und ihre Kinder dann in Armut.

Alleinerziehende müssen häufig die Erziehung ihrer Kinder und die alltäglichen Herausforderungen allein meistern. Deshalb ist es wichtig, dass der Staat hier einspringt, den Unterhalt vorab übernimmt, um eine Sorge in den Alltagslasten zu verringern. Der Bund übernimmt nach langen Verhandlungen der SPD-Bundestagsfraktion nun auch einen höheren Kostenanteil als bisher, um die Länder nicht überproportional zu belasten.

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