„Die Waggon-AG der Alexander-Lebenstein-Realschule beeindruckt mich seit längerem durch ihr großartiges Engagement für die Erinnerung – gegen das Vergessen. Mit dem Fahrtzuschuss des Deutschen Bundestages haben wir als Gesellschaft die Gelegenheit, den jungen Menschen „Danke“ zu sagen“, kommentiert Michael Groß MdB sein Treffen mit 26 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrer Dr. Robert Seidel.

Anlass des Treffens war die bevorstehende Reise im Juni der AG nach Berlin auf Einladung von Michael Groß MdB. Dabei werden die Jugendlichen unter anderem den Reichstag kennenlernen. Über die praktische Arbeit eines Bundestagsabgeordneten informierte Groß beim Gespräch in Haltern am See.

Die Waggon-AG existiert seit 2003, pflegt den Deportations-Waggon auf dem Schulhofsgelände und kümmert sich u. a. um die Durchführung des Auschwitz-Gedenktages immer im Januar eines Jahres. Der Namensgeber der Schule, Alexander Lebenstein, 1927 in Haltern geboren,1942 deportiert, hat die Greuel der NS-Zeit überlebt. 1945 kehrte er nach Haltern zurück, um nach einigen weiteren Stationen in Deutschland 1947 in die USA auszuwandern. Trotz großer Skepsis gegenüber Deutschland kehrte Lebenstein 1995 in seine Heimat zurück und half seit dieser Zeit mit, gegen das Vergessen zu wirken.

„Die Diskussion mit den jungen Menschen auch zu aktuellen Themen wie fehlende Freizeitangebote für Jugendliche oder die teilweise schlechte Taktung der Busverbindungen ist für meine politische Arbeit wichtiger Hinweisgeber für meine politische Arbeit. Die Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungsprozessen muss unbedingt gestärkt werden“, erklärt Michael Groß am Ende des Besuchs.

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